Herzlich Willkommen beim Mieterverein Potsdam und Umgebung  e.V. !

 

Wir sind der Interessenverband der Mieter in  Potsdam und Umgebung.

Mit regelmäßigen Informationen und Veranstaltungen klären wir über mietrechtliche Themen auf. Gemeinsam mit dem Dachverband dem Deutschen Mieterbund und dem Landesverband Brandenburg setzen wir uns für die Interessen der Mieter in der Wohnungspolitik auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene ein. Dazu gehört auch eine stetige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Unseren Mitgliedern bieten wir darüber hinaus Rechtsberatungen (persönlich, telefonisch, per Mail)  zu allen Fragen des Mietrechts. 

In der Mitgliedschaft ist eine Mietrechtsschutzversicherung enthalten.

 

Über 4.500 Mieterhaushalte haben sich bereits für eine Mitgliedschaft in unserem Verein entschieden.

 

Werden auch Sie Mitglied! Für nur 84,- € im Jahr! (7 € mtl.)

 

Wir laden Sie herzlich in unsere Geschäftsstelle in der Behlertstraße 45 ein. Hier stehen Ihnen unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen persönlich zur Verfügung.

Gern können Sie uns auch telefonisch unter 0331 - 900 901 erreichen oder per Mail  kontaktieren.

 

Sprechzeiten und Kontakt »

 

 

Aktuelles

 

 


 

OB-Wahlen in Potsdam

- Wer mit dem Mieterbund kooperiert, kann auch OB werden -

 

Martina Trauth

Frau Trauth bezeichnet den DMB-Mieterverein als "geborenen Bündnispartner" für die Mietenpolitik und wurde deshalb gleich nach ihrem ersten Besuch bei uns ordentliches Mitglied im MVP. Ein herzliches Willkommen!

 

Mike Schubert

Herr Schubert hat im Gespräch mit uns seine Vorhaben sehr sachkundig und nachvollziehbar erläutert sowie weitere Zusammenarbeit mit dem MVP angekündigt.

 

 

Das Wahlergebnis am 23.09.2018 hat gezeigt, dass jene drei KandidatInnen, die im Vorfeld den Weg zu unserem DMB-Mieterverein gefunden hatten, um sich von uns zu den Problemen der MieterInnen in Potsdam informieren zu lassen, auch die meisten Wählerstimmen erhielten. Kooperation mit dem Interessenverband der Mieter zahlt sich eben auch politisch aus!

Herr Mike Schubert (SPD) und Frau Martina Trauth (parteilos für Die Linke) hatten uns die überzeugendsten wohnungs- und mietenpolitischen Vorhaben für das Amt dargestellt. Beide haben die Stichwahl am 14.10.2018 erreicht. Dazu zunächst unseren herzlichen Glückwunsch! Beide haben auch den Mangel an bezahlbaren Wohnungen und die Beseitigung dieses Mangels auf ihrer Agenda. Martina Trauth meint sogar, dass dieser Mangel und vor allem die verfehlte Boden- und Wohnungspolitik der Vergangenheit Hauptursache für eine soziale Spaltung in Potsdam sein könne. Sie stehe für eine deutliche Wende dieser Politik. Mike Schubert will diesen Mangel u.a. durch ein behutsameres Wachstum der Stadt mit mehr preisgebundenen Wohnungen und durch Auflagen an Investoren beheben. Wir bitten unsere Mitglieder, sich nochmals die Wahlprogramme der KandidatInnen anzusehen, zahlreich an der Stichwahl teilzunehmen und eine gute Wahlentscheidung zu finden.

 


 

Der Mieterverein Potsdam als Unterstützer des alternativen Wohngipfels 

 

Am 21. September 2018 zeigte der Mieterverein Potsdam Flagge bei der erfolgreichen Kundgebung für mehr Mieterrechte auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof in Berlin.

 

Für den Deutschen Mieterbund waren unter anderem auch die Mitstreiter des Mietervereins Berlin und Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes, vor Ort.

 

Demo Mietenwahnsinn

Dr. Rainer Radloff, Lukas Siebenkotten und Benedikt Nowak

 


 

Landes- und Kommunalpolitiker beim Mieterverein Potsdam

 

Am 18. September 2018 war der Sozialbeigeordnete und OB-Kandidat Mike Schubert zu Gast im Mieterverein. Er nahm im Gespräch Stellung auf Fragen des Vorstandsvorsitzenden Dr. Radloff und des Geschäftsführers Benedikt Nowak zu aktuellen mietrechtlichen und mietenpolitischen Entwicklungen. Näheres hierzu in unserer Mieterzeitung.

 

 

Mike Schubert im Mieterverein Potsdam

Benedikt Nowak, Mike Schubert und Dr. Rainer Radloff

 


 

Potsdams neuer Mietspiegel 2018

 

Im Ergebnis ist der am 30. August 2018 erschienene Potsdamer Mietspiegel 2018 weiterhin Garant für Rechtssicherheit bei Mieterhöhungen nach Ortsüblichkeit. Gleichwohl ist der Anstieg der ortsüblichen Miete besorgniserregend.

Die Stadt Potsdam, das Land Brandenburg sowie der Bund sind daher weiterhin gehalten, Voraussetzungen für preiswerten, neuen Wohnraum zu schaffen, um den weiteren Anstieg zu dämpfen.

 

Der neue Mietspiegel liegt sowohl im Mieterverein als auch im Bürgerservice der Stadt Potsdam aus. Er ist im Internet verfügbar: https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/potsdamer_mietspiegel_2018.pdf

 

Weiteres hierzu in der demnächst erscheinenden Mieterzeitung

 


 

Landes- und Kommunalpolitiker beim Mieterverein Potsdam

 

Potsdam im Klimawandel – Was tun?

Grüne OB-Kandidatin mit Klimaexperten und Bürgern im Gespräch

 

Janny Armbruster Potsdam

Janny Armbruster und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Schellnhuber

                                                                              

Zum 31. August 2018 hatte die OB-Kandidatin für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Janny Armbruster zu einem Bürgergespräch eingeladen. Schon der Veranstaltungsort, die „Trattoria Toscana“, war außergewöhnlich. Und dass man sich dort erstmals an einem eigens für sie gespendeten „Grünen Flügel“ traf sowie von einem Pianisten darauf begleitet wurde, war fast schon extravagant. Noch beeindruckender war allerdings die anwesende Klima-Expertise: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Schellnhuber ist der Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und ein international renommierter Klimaforscher. Schon deshalb, aber nicht nur deshalb, bin ich der Einladung gerne gefolgt. Und um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht.

 

Als Mitglied des Energieforum Potsdam e.V. und Vorstandsvorsitzender des Potsdamer Mietervereines sowie des DMB-Landesverbandes muss ich schon von daher ein gesteigertes Interesse auch an Klimaentwicklung, CO2-Vermeidung und Energieeinsparung haben. Das liegt nicht nur darin begründet, dass Mieter selbstverständlich ebenso vom Klimawandel auf unterschiedliche Weise betroffen sind. Allein die Kosten sogenannter energetischer Sanierungen an ihren Wohngebäuden tragen schlussendlich die Mieter bei jetziger Gesetzeslage durch Erhöhung ihrer Mieten allein. Diese Kosten verteuern das Wohnen zum Teil erheblich. Und bei allen Diskussionen zum Beispiel im Klimarat der Landeshauptstadt oder auf Landes- und Bundesebene sind wir als Interessenverband der Mieter in der Pflicht, auch auf diese sozial ungerechte Gesetzeslage hinzuweisen sowie durch unsere Lobbyarbeit Änderungen herbeizuführen. Das wird auch beim alternativen Wohngipfel in Berlin und durch unsere Teilnahme an der Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt am 20./21. September so sein. (In unserer Mieterzeitung und auf unseren Internetseiten werden wir dazu berichten.) Zurück zu der vorgenannten Veranstaltung: Professor Schellnhuber machte sehr nachdrücklich darauf aufmerksam, welche lebensfeindlichen Folgen der Klimawandel weltweit und auch für Potsdam haben kann, wenn nicht unverzüglich gegengesteuert würde.

Das Klimaschutzkonzept der Landeshauptstadt enthalte richtige Ansätze, jedoch das allein reiche nicht. Frau Armbruster war sich mit ihm einig und stellte fest: „Wer nach diesem Dürre-Sommer die Alarmsignale immer noch nicht erkannt hat, dem ist nicht zu helfen.“ Diese Veranstaltung am „Grünen Flügel“ soll der Auftakt einer Reihe weiterer Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themen sein. Ich bin neugierig geworden.                                                       

Dr. Rainer Radloff

 


Oberbürgermeister-Kandidatin Martina Trauth beim Mieterverein

 

Martina Trauth im Mieterverein Potsdam

Christel Grabs, Martina Trauth und Harri Winks

 

Näheres vom Besuch

 

Fragen und Antworten zur Position der Oberbürgermeisterkandidatin für die Linke Martina Trauth zum Thema „Mieten in Potsdam“

 


 

Am 18.Juni 2018: Steeven Bretz, MdL und CDU-Kreisvorsitzender Potsdam, sowie Götz Friederich, Stadtverordneter und CDU-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters im Mieterverein

 

Dr. Radloff, RAin Ilka Stolle, Götz Friederich, Harri Winks und Steeven Bretz

Dr. Radloff, RAin Ilka Stolle, Götz Friederich, Harri Winks und Steeven Bretz

 

Näheres zum Besuch

 


 

Sozialbeigeordneterund OB-Kandidat MikeSchubert der SPD in den Wohnquartieren Kirchsteigfeld und Gartenstadt Drewitz

Mike Schubert im Kirchsteigfeld

Mike Schubert im Gespräch (links)

 

Näheres vom Rundgang

 


Potsdam-Stadt Für Alle lädt zum Wohnungspolitischen Forum am 22. und 23 Juni 2018

 

Programm und Ablauf des Wohnungspolitischen Forums

 


Wächst Potsdam zu schnell?

 

Beim MAZ-Talk am 12. Juni in Potsdam-Museum, 19:00 Uhr, diskutieren OB Jann Jakobs, unser Mieterverein, vertreten durch Dr. Radloff, sowie Planer, Architekten und Vertreter von Kiez-Initiativen über das Wachstum der Stadt.

 


VONOVIA - das börsennotierte und größte Wohnungsunternehmen Deutschlands machte Ende des Jahres 2017 im Potsdamer Kirchsteigfeld Schlagzeilen, weil es keine verbrauchsabhängigen Wärme- und Wasserkostenabrechnungen erstellte, obwohl Ablesungen erfolgten.

VONOVIA stellte den Mietern aufgrund ihrer Einwendungen Anfang des Jahres 2018 in Aussicht, bis Ende März 2018 eine Klärung herbeizuführen. Zwischenzeitlich teilte VONOVIA gegenüber den betroffenen Mietern mit, dass dieser Termin nicht gehalten werden könne. Ein neuer Termin für eine Klärung ist nicht in Aussicht.

Die betroffenen Mieter mögen darauf achten, dass ihre Einwendungen gegen die Abrechnungen innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der fehlerhaften Abrechnungen erhoben worden sind. Denn nach Ablauf der zwölfmonatigen Frist können grundsätzlich keine Einwendungen mehr gegen die fehlerhaften Abrechnungen erhoben werden. Es droht dann der Rechtsverlust!

Den Mietern, die keine Betriebskostenabrechnungen für 2016 erhalten haben, steht die Möglichkeit zu, diese Abrechnung zu verlangen und zum Erzwingen dieser die laufenden Vorauszahlungen zurückzubehalten.

 


Wohngeld als Rechtsanspruch

 

Wohngeld ist kein Almosen, sondern MieterInnen haben einen Rechtsanspruch auf Zuschuss zur Miete, wenn das Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet und die Wohnkosten eine bestimmte Höhe erreichen. Als Mieterbund haben wir viele Jahre vom Bundesgesetzgeber eine regelmäßige, dynamisierte  Anpassung des Wohngeldes und die Einbeziehung der Heizkosten darin gefordert. Seit 2016 ist das Wohngeldgesetz (WoGG) nun angepasst und die Heizkosten mit einer Pauschale aufgenommen worden. Das war zunächst ein wichtiger Teilerfolg für MieterInnen mit geringerem Einkommen. Immerhin sind die Leistungen nach sechs Jahren Stillstand  damit um durchschnittlich 39 % erhöht worden. Rund 870.000 Haushalte bundesweit profitieren davon. Nur von einer regelmäßigen Dynamisierung des Wohngeldes hat sich der Bundesgesetzgeber (noch) nicht überzeugen lassen. Wir bleiben dran ! Wichtig für MieterInnen : Wohngeld erhält man nicht automatisch, sondern nur auf Antrag und grundsätzlich erst ab dem Monat der Antragstellung. Der Antrag muss bei den Wohngeldstellen der Städte oder Landkreise gestellt werden. Ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Wohngeld besteht, hängt wesentlich von nur drei Faktoren ab: Anzahl der Haushaltsmitglieder, Höhe des Gesamteinkommens und Höhe der zuschussfähigen Miete. Übrigens können auch Untermieter oder Mieter in Wohnheimen, insbesondere Alterswohnheimen, und Nutzer von Genossenschaftswohnungen einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Soweit Haushalte bereits Sozialleistungen erhalten, bei denen die Kosten der Unterkunft berücksichtigt sind (z.B. ALG II, Sozialgeld oder Grundsicherung im Alter etc.), besteht kein Anspruch auf Wohngeld. Im Lande Brandenburg haben wir von den Wohngeldstellen der Kommunen zum Teil Hinweise dazu erhalten, dass die Zahl der Antragsteller/in 2017/18 gegenüber dem Vorjahr deutlich abgenommen hat. Wir gehen davon aus, dass der Anspruch auf Wohngeld immer noch relativ unbekannt ist und manche Haushalte den Aufwand der Antragstellung überschätzen. Wer sich umfassender zu den Ansprüchen auf Wohngeld informieren will, kann das unter anderem in der Brandenburger Mietfibel 2016 des MIL , im Mieterlexikon des DMB, bei den Wohngeldstellen direkt oder im Internet unter www.mil.brandenburg.de unter Wohnen/Wohngeld,  www.mieterbund.de unter service/Wohngeld sowie im Netz der Kommunen tun. Hier werden die Antragsunterlagen zum Teil auch zum Download angeboten und über einen Wohngeldrechner kann die Höhe vorab überschlägig ermittelt werden. Die meisten unserer Mietervereine im Lande beraten ihre Mitglieder zum Thema Wohngeld ebenso kostenlos. Allein für die Landeshauptstadt Potsdam war die Zahl der Wohngeldempfänger für 2016 z.B. mit 1.667 Haushalten und einer ausgezahlten Wohngeldsumme von insgesamt 3,2 Millionen Euro beziffert. Bei durchschnittlich 1.920,-  Euro je wohngeldberechtigtem Haushalt pro Jahr sollte sich die Mühe einer kostenlosen Information, Beratung und Antragstellung für MieterInnen mit geringerem Einkommen sicherlich lohnen. Obschon das Berechnungsergebnis im Einzelfall sehr unterschiedlich sein kann, sollen folgende Beispiele aus der Mietfibel genannt werden: Eine Rentnerin mit einer monatlichen Bruttorente von 760,- Euro und einer Bruttokaltmiete von 235,- Euro erhält z.B. in Oranienburg ein jährliches Wohngeld von bis zu 684,- Euro. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei minderjährigen Kindern und einem monatlichen Bruttoeinkommen (ohne Kindergeld) von 1.400,- Euro sowie einer monatlichen Bruttokaltmiete von 625,- Euro  erhält z.B. in Potsdam bis zu 3.792,- Euro Wohngeld jährlich.

 

Übrigens: Auch selbstnutzende Eigentümer von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen haben bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf Wohngeld. Hier wird dieses nicht als Mietzuschuss sondern als Lastenzuschuss bezeichnet und gezahlt.  Die Anträge sind ebenso bei den Wohngeldstellen der Städte und Kreisverwaltungen zu stellen. Wie uns der Landesverband von Haus & Grund Brandenburg mitteilt, beraten auch dessen Ortsverbände ihre Mitglieder zu diesem Thema.


Der Bundesgerichtshof entschied, dass dem Mieter bei einer Einsichtnahme in Belege zu einer beanstandeten Betriebskostenabrechnung auch die Einzelverbrauchsdaten anderer Nutzer gezeigt werden müssen, BGH mit Urteil vom 07. Februar 2018, AZ: VIII ZR 189/17.


Mieterverein fordert Betriebskostenspiegel

Immer mehr Mieter wollen sich zu ihren Betriebskostenabrechnungen beraten lassen – und treten reihenweise in den Mieterverein Potsdam ein. Geschäftsführer Benedikt Nowak fordert nun die Einführung eines städtischen Betriebskostenspiegel für mehr Rechtssicherheit.

zum Artikel in der MAZ


Betriebskostenspiegel für das Land Brandenburg

Betriebskostenspiegel Brandenburg

Potsdam: Nachdem der DMB-Bundesverband am Freitag in Berlin den bundesweiten Betriebskostenspiegel herausgegeben hat, veröffentlichen wir hiermit den Spiegel für das Bundesland Brandenburg.

Betriebskostenspiegel werden regelmäßig von uns auf der Grundlage einer Vielzahl von unseren Vereinen geprüfter Betriebskostenabrechnungen und der darin enthaltenen Datenmengen erstellt. Die Datengrundlage für das Abrechnungsjahr 2015 im Land Brandenburg bezieht sich auf eine Wohnfläche von rund 430.000 qm. Betriebskostenspiegel sind ein geeignetes Instrument zur Herstellung von Transparenz sowie Vergleichbarkeit am Wohnungsmarkt und können für Wohnungssuchende, Mieter und Vermieter als auch für Investoren aufschlussreich sein.

Die Zahlen für Brandenburg zeigen zunächst, dass unter Berücksichtigung aller 17 möglichen Betriebskostenarten in unserem Land durchschnittlich 2,23 Euro je qm Wohnfläche und Monat für die sogenannte zweite Miete zu zahlen sind. Das ist deutlich mehr als die Durchschnittskosten in allen östlichen Bundesländern (2,10 Euro/qm/Monat) und auch mehr als in den westlichen (2,18 Euro/qm/Monat). Für eine Mietwohnung mit einer Größe von 80 qm zahlt der Mieter in unserem Land folglich 178,40 Euro je Monat bzw. 2.140,80 Euro im Jahr. Den relativ deutlichsten Kostenunterschied zu den anderen Ländern haben die Brandenburger Mieter bei der Betriebskostenart Wasser/Abwasser zu ertragen (West 0,33, Ost 0,38, Bbg. 0,48 Euro/qm/Monat). Obschon die Kosten für Heizung und Wassererwärmung inzwischen u.a. wegen der gesunkenen Energiepreise und des relativ milden Winters weiter gesunken sind, bleiben sie bundesweit, und so auch in Brandenburg, mit 1,06 Euro/qm/Monat die teuerste Betriebskostenart. Bei diesen beiden teuersten Kostenarten lohnt sich für die Mieter das Sparen besonders, zumal beide grundsätzlich nach Verbrauch abgerechnet werden müssen. Bei den im Betriebskostenspiegel dargestellten Zahlen handelt es sich bekanntlich um Durchschnittswerte. Regionale und örtliche Unterschiede sind auch in unserem Bundesland zum Teil erheblich und das liegt insbesondere an den sehr unterschiedlichen Preisen und Kostenstrukturen der Anbieter von Ver- und Entsorgungsleistungen aber auch an den unterschiedlichen Brennstoff- und Heizungsarten. So ist die Differenz zwischen den höchsten und den niedrigsten Kosten bei Heizung/Warmwasser im Land am deutlichsten (0,55 bis 1,73 Euro/qm/Monat) aber auch bei den Positionen Wasser/Abwasser und Müllentsorgung konnten wir erhebliche Kostenunterschiede feststellen. Da es sich bei den Ver- und Entsorgern überwiegend um kommunale oder regionale Eigenbetriebe handelt, welche häufig Alleinanbieter vor Ort sind, bleiben die Vorteile eines Wettbewerbes ungenutzt.

Auch wegen der großen regionalen und kommunalen Unterschiede sind die Betriebskostenspiegel des Bundes und der Länder, anders als die örtlichen Mietspiegel, kaum als rechtliches Instrument für die Ortsüblichkeit der Kosten heranzuziehen. Dazu bräuchte es kommunale und regionale Betriebskostenspiegel, welche von uns seit Jahren zwar gefordert, jedoch bislang sowohl von der Wohnungswirtschaft als auch von den Kommunen aus ersichtlichen Gründen abgelehnt werden.

Der Betriebskostenspiegel für das Land Brandenburg wie auch der des Bundes sind auf unserer Internetseite www.mieterbund-brandenburg.de eingestellt.


Vonovia erstellt im Kirchsteigfeld keine verbrauchsabhängigen Abrechnungen

 

In einer Vielzahl von uns geprüfter Wärmekostenabrechnungen für 2016 erfolgte durch die Vonovia keine verbrauchsabhängige Abrechnung. Die betroffenen Mieter berichteten, dass Mess- und Zählereinrichtungen vorhanden sind.

Das gilt für Heiz- und Wassererwärmungskosten. Diese Kosten sind entgegen der Regelungen der Heizkostenverordnung allein nach Flächenanteilen umgelegt worden. Demnach besteht ein Kürzungsrecht für die betroffenen Mieter.

Wir raten, die Dokumentation der in Zukunft anfallenden Werte spätestens jeweilig vor dem Jahresende vorzunehmen. Damit erhalten Sie sich die Chance, eine verbrauchsabhängige Abrechnung für die Zukunft zu erzwingen.

Eine individuelle Prüfung Ihrer Abrechnung und mietrechtliche Beratung zum Umfang Ihres Kürzungsrechtes können Sie als Mitglied des Mietervereins Potsdam in Anspruch nehmen.


Mieterverein Potsdam sieht die Stadt Potsdam wegen Erhöhungen der Abfallgebühren 2018 in der Pflicht

 

Potsdam war unter den ostdeutschen Landeshauptstädten bereits 2016 Spitzenreiter bei der Erhebung von Müllgebühren. Für das Jahr 2017 erfolgten erhebliche Gebührenerhöhungen. Bereits unter diesem Aspekt ist nicht vermittelbar, warum für 2018 wiederum eine Gebührenerhöhung notwendig ist.

Die nun beschlossene Änderung der Abfallgebührensatzung mit weiteren Erhöhungen der Abfallgebühren im Jahr 2018 um ca. 10 % wird wiederholt zu einer stärkeren Belastung der Mieter führen. Denn die Müllgebühren gehören zu den Betriebskosten, welche von den Mietern zu tragen sind.

Die Stadt ist in der Pflicht, durch das Erarbeiten von Optimierungspotenzial Gebührenerhöhungen abzuwenden und steigenden Wohnkosten entgegenzuwirken.

10. November 2017


Grundsteinlegungen für weitere Wohnungen -  preiswerte bleiben allerdings Mangelware

 

In der Landeshauptstadt nimmt die Einwohnerzahl stetig zu und es werden folglich mehr Wohnungen benötigt. Die rege Bautätigkeit ist überall sichtbar.

Unterschiedliche Investoren errichten an vielen Orten im Geschosswohnungsbau immer mehr Wohnungen. Im Bornstedter Feld, in Babelsberg, in der Waldstadt, am Brauhausberg und selbst in der Innenstadt drehen sich die Baukräne. Hier und an anderen Orten sieht man bereits die Umzugsfirmen beim Möbeltransport und die künftigen Bewohner beim Einzug in die neuen Wohnungen. Auch die Errichtung von Einfamilien- Doppel- und Reihenhäusern sowie Eigentumswohnungen schreitet in Potsdam weiter voran. Das scheint auf den ersten Blick alles sehr erfreulich und als Interessenverband der Mieter freuen wir uns aufrichtig für jeden Bezieher einer neuen Wohnung mit. Allerdings haben wir immer auch einen zweiten Blick. Und der zeigt uns, dass der ganz überwiegende Teil der Wohnungen freifinanziert errichtet und folglich teuer oder sehr teuer vermietet wird. Die Mietpreisbremse ist für diese Neubauten (wie übrigens auch für umfassend

sanierte/modernisierte Wohnungen) nach dem Willen des Gesetzgebers nicht anzuwenden und folglich richten sich die Preise nach Angebot und Nach-frage. Jedenfalls können Mieten von rund 10,- Euro und mehr nur von einem Teil der Mieter gezahlt werden und folglich bleibt der andere Teil auf den öffentlich ge-förderten und damit preisgebundenen Wohnungsneubau oder eben auf bezahlbare Bestands-wohnungen angewiesen.

Umso erfreulicher, dass insbesondere die ProPotsdam und die Wohnungsgenossen-schaft Karl Marx kürzlich in der Waldstadt den Grundstein für weitere Wohngebäude gelegt hat, welche mehrere hundert preisgebundene Wohnungen enthalten. Unterm Strich bleibt dies jedoch viel zu wenig, denn immer mehr der vormals geförderten fallen aus der Preisbindung und die Mieten werden danach deutlich teurer. Als Mitglied im „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ der Landeshauptstadt streiten wir gemeinsam mit unserem Landes-verband und mit anderen Partnern in mehreren Arbeitsgruppen für Wege zur Lösung dieses Problems. Eines der Wege könnte eine Anpassung der Förderbedingungen des Landes und Vereinbarungen zwischen Stadt und privaten Investoren sein. Andere Akteure bevorzugen den Pro-test und harte Forderungen gegenüber Stadt und kommunalem Wohnungsunternehmen (siehe zur MietenStopp-Demo auf den Landesseiten). Vielleicht kann ja die Kombination beider Wege eine zeitnahe Änderung der Wohnungspolitik in Teilen bewirken. Wir jedenfalls sind gemeinsam mit dem DMB und unserem Landesverband sowie manchen politischen Akteuren davon überzeugt, dass es letztlich einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit in Deutschland bedarf, um die Probleme des bezahlbaren Wohnens mittel- und lang-fristig zu lösen. Dafür und für die nötigen bundesrechtlichen Regelungen werden wir auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene eintreten.


Wohnen im Alter

 

Informationen erhalten Sie auf dem Portal für selbstbestimmtes Wohnen im Alter:

http://www.wohnen-im-alter-in-brandenburg.de/


Gemeinschaftliches Wohnen - Laborstadt Potsdam


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